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Stefan Wegener

Qualität im Blick behalten

Die Gemeinde Wandlitz steht vor großen Herausforderungen, um den Zuzug der nächsten Jahre meistern zu können. Nach dem einige Jahre so manche Entwicklung verschlafen wurde, hat man derzeit zumindest den Eindruck, dass allen, die in den nächsten Jahren an der Entwicklung der Gemeinde mitarbeiten wollen, klar ist, dass wir uns politische Lethargie nicht leisten können

 Neue Ideen müssen her und werden auch schon diskutiert, manche von ihnen sind durchaus gut, manche nur gut gemeint. Vor allem scheinen einige Ideengeber zu glauben, dass es reicht, einfach nur zu bauen. DIE LINKE wird den Prozess produktiv und qualitätsorientiert mitgestalten. Insbesondere bei der Bildungs-, Kinder- und Jugendpolitik ist es wichtig, die Qualität im Blick zu behalten, wie zum Beispiel in der Diskussion über einen Jugendklub im Ortsteil Wandlitz. Es ist zwar sicher eine Überlegung wert, den Bahnhof Wandlitz als Standort für einen Jugendklub in Betracht zu ziehen. Aber genügt er den Ansprüchen von Jugendlichen? Dass es dort beheizbare Räume sowie Tische und Bänke gibt, ist ja schön. Aber gibt es dort auch W-Lan? Gibt es dort eine Außenfläche, wo sich die Jugendlichen im Sommer aufhalten können, oder sollen sie einfach auf den Vorplatz gehen? (Ich kann mich gut an die Klagen über „rumhängende“ Jugendliche am Bahnhof Wandlitzsee erinnern…) Werden sie pädagogisch betreut oder sollen sie einfach nur einen Raum bekommen, wo sich „finden und organisieren“ (MOZ, 5.1.2019) können? Viele Fragen sind zu klären, die meisten nicht ohne Einbeziehung der Jugendlichen!  
Gleiches gilt für die Kitas. Nicht nur bauen, auch entwickeln! In der letzten Evaluationsrunde durch den Landkreis schnitten die Wandlitzer Kitas durchschnittlich ab. Wir sollten anstreben, sie zu den besten im Landkreis zu entwickeln. Dafür müssen die richtigen Bedingungen geschafft werden: die Beschäftigten sollen einen Arbeitsplatz vorfinden, der motiviert und ihre Stärken fördert. D.h. die Gemeinde muss in Fortbildungen, Supervisionen, Teammaßnahmen, Personal- und Leitungsschlüssel, sowie guter Ausstattung investieren und die Einrichtungen bei der Entwicklung neuer pädagogischer Konzepte (z.B. zu Medien und Demokratie) unterstützen. Dafür muss auch die Verwaltung im Bereich Fach- bzw. Praxisberatung personell aufgestockt werden. 
Man sieht: die Versorgung mit Kita- und Schulplätzen hört nicht bei infrastrukturellen Maßnahmen auf, sondern erfordert ein weitergehendes Entwicklungskonzept.